Curaçao von A bis Z

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Wer Curaçao hört, denkt automatisch gleich an Blue Curaçao Likör. Dabei hat die Insel soviel mehr zu bieten: Sandstrände, Palmen, rießige Kakteen, Korallen und Fische, Sonne und warme Temperaturen das ganze Jahr über und das unglaublich klare türkisblaue Meer.

15 Tage haben wir auf Curaçao verbracht und soviel mehr entdeckt. Einige Infos haben wir hier für euch aufgeführt, in der nächten Zeit nehmen wir euch mit auf die Insel und zeigen euch ein wenig aus unserem Urlaub. ;o)

Curaçao Reisetipps von A bis Z

ABC-Inseln
Curaçao ist das „C“ der ABC-Inseln, zu denen daneben noch Aruba und Bonaire zählen. Die Inseln gehören zu den Niederländischen Antillen und liegen ca. 60 Kilometer vor Venezuela. Beschreibt man die Lage noch etwas gröber, bezieht „bekannte“ Urlaubsziele ein, würde man sagen, Curaçao liegt südlich von DomRep & Kuba.
Die ABC-Inseln werden auch „Inseln unter dem Winde“ genannt, da hier stets ein leichter Wind weht.

Anreise
Wer nach Curaçao reisen möchte, kann dies üblicherweise täglich per Direktflug mit KLM von Amsterdam aus. Einmal die Woche jedoch geht es noch bequemer von Düsseldorf aus, dienstags steuert AirBerlin die Karibikinsel an. Die Flugzeit beträgt ca. 9-10 Stunden, die Zeitverschiebung beträgt zur deutschen Zeit -6h. Erwischt man also eine gute Startzeit, kann man den ersten Urlaubstag fast nochmal von vorn starten und verliert so keinen Tag. (Wir sind z.b. gegen 9 Uhr in Düsseldorf gestartet und waren gegen 13 Uhr in Curaçao). Der internationale Flughafen von Willemstad auf Curaçao ist der Curaçao International Airport (auch Hato International Airport genannt).

Für die Einreise ist ein Reisepass nötig, der mindestens noch 6 Monate gültig ist. Als Niederländer reicht sogar der normale Personalausweis aus, denn die Insel gehört zu den Niederländischen Antillen und ist somit quasi ein „Bundesland“ der Niederlande.

 

Ausflüge
Auf der Insel ist ein (Miet-)Auto Pflicht. Viele Ausflugsziele sind zwar auch mit dem Bus oder Taxi erreichbar, doch gibt es hier kein so dichtes Netz wie wir es kennen und Taxis sind teilweise sehr teuer (Flughafen-Jan Thiel Baai ~ 40$, Jan Thiel Baai – Willemstad 20$). Sehenswert ist neben der Hauptstadt Willemstad mit den bekannten bunten Häuserfront(en) der Handelskate auch: Christoffelpark, Boca Table im Shete Boka Nationalpark, Straußenfarm. Nordküste mit ihren rauhen Felsen, Curaçao Likörfabrik, Spanish Water, Flamingos an den Salzseen von Jan Kock, diverse Landhäuser (viele der 60 ursprünglichen sind restauriert und beherbergen Ausstellungen, Mussen und Restaurants), Kunuku (Sklavenhaus) Museum.

Blue Curaçao
Den Likör kennt wohl jeder. Bei eurem Urlaub hier solltet ihr unbedingt die Likörfabrik im Landhuis Chobolobo besuchen. Hier wird der echte Likör hergestellt und im Vergleich zu den unzähligen Kopien aus europäischen Supermärkten ist der Geschmack total anders! Die alkoholfreie Variante gibt es z.b. hier überhaupt nicht! Der Likör wird aus den Schalen von Bitterorangen gewonnen und ist klar und durchsichtig. Erst später wird er eingefärbt und so für blaue Cocktails genutzt. Daneben gibt es ihn aber auch noch in rot, gelb, grün und farblos und seit einiger Zeit auch in Geschmacksnoten: Kakao, Kaffee, Rum-Rosine, Tamarinde.

Der Eintritt in die Likörfabrik ist gratis, auch der eigenständige Rundgang kostet nichts. Man kann aber für mehr Informationen auch eine Führung buchen.

Als Abschluss der Besichtigung lohnt sich die Bar und der Shop im Landhaus. Man kann alle Likörsorten durchprobieren und auch gleich in einem farbenfrohen Cocktail genießen. Ebenso werden auch diverse andere Kaltgetränke und Kaffee sowie Snacks angeboten. Im Shop kann man den Likör für daheim im Anschluss kaufen. Bitte beachten: Einreiselimit von Alkohol über 20% vol- 1 Liter je Erwachsenen. Wer den Likör günstiger erwerben möchte, kann ihn auch in vielen Supermärkten finden. Hier ist jedoch nicht immer jede Farbe und die Geschmacksrichtungen vorrätig! Teurer verkauft wird der Likör in diversen Souvenirshops, Flughafen und typischen Tourizielen. Der Likör ist in 3 Größen erhältlich, 50ml, 375ml und 750ml. Gute Preise liegen ca. 4-5$, 16-19 $ und 26$, im Souvenirshop wird der mittlere z.b. für ca. 30-35$ verkauft. 😉

 

Christoffelpark
Der Christoffelpark liegt in Curaçao`s „Wilder Westen“. Er ist mit seinen 1860 Hektar der größte Nationalpark der Insel. Gegründet in den 70er Jahren durch den Kauf und Zusammenschluss der drei ehemaligen Plantagen Savonet, Zorgvlied und Zevenbergen aus dem 18. Jahrhundert, entstand durch die STINAPA, der Naturschutzorganisation der Niederländischen Antillen, und dem WWF innerhalb weniger Jahre dieser sehenswerte Naturpark. Einsame Sträne, tropische Natur, historische Ruinen, kilometerlange Wanderwege und spektakuläre Ausblicke bieten eine wundervolle Mischung. Es gibt mehrere Routen für Auto, Rad und Wanderer.

Dushi
Das Wort „Dushi“ wird einem nicht nur als Fotomotiv in Willemstad begegnen, man hört es täglich viele Male von Einheimischen und auch Touristen und Zugezogenen. Es bedeutet soviel wie hübsch, nett, lieb, fein, süß oder schön. 🙂

Essen
Urlaub mit Komplettverpflegung gibt es bei uns nur sehr selten. So auch auf Curaçao. Erstens ist man so ungebunten was Zeiten für Frühstück & Co. angeht, zweitens hat man so ausreichend Zeit und Gelegenheit auch die einheimische Küche zu entdecken. Auch wenn Leguansuppe, Okraschotensuppe oder Kaktussuppe diesmal nicht unser Ding waren und wir da eher Keshi Yena oder ein leckeres Stew bevorzugen. Leider kamen wir nicht dazu (zeit- und lokalfehlend) gegrillten Fisch zu essen. Das müssen wir beim nächsten Besuch einfach nachholen. Auch ein Besuch der alten Markthalle, gleich hinter der Post bzw. neben dem Floating Market ist unbedingt empfehlenswert. Hier treffen sich Einheimische, zugezogene und auch Touris zum Mittag in einer der vielen Garküchen.

Flamingos
Im Südosten der Insel befindet sich die Jan Thiel Lagune, eines der beeindruckensten Naturreservate der Insel. In den ehemaligen Salzseen kann man wildlebende Flamingos beobachten. Aus Rücksicht auf die Tiere und ihr Brutrevier sollte man aber nur die vorgegebenen Wege nutzen und einen Abstand von mindestens 100 Metern halten. Auch aus dieser Entfernung sind die Tiere wunderschön anzusehen. 🙂

Floating Market
Wer in Willemstad die Gassen erkundet und auch an der Handelskate entlang kommt, wird unweigerlich auch auf den Floating Market, den schwimmenden Markt stossen. Hier bieten Händler aus Venezuela frischen Fisch, Obst und Gemüse zum Verkauf an. Man kann sogar im Auto daran vorbeifahren und ohne das Fahrzeug zu verlassen einkaufen. 🙂

Geld
Auf Curaçao wird mit dem Antillischen Gulden (auch Florin oder Gilders genannt) bezahlt. Er wird als NAF oder Nafl abgekürzt. In vielen (vor allem touristischen) Geschäften kann man auch mit Dollar (eher seltener mit Euro) bezahlen. Wechselgeld wird immer in NAF gegeben!

Beim Bezahlen sollte man den Umrechnungskurs stets im Kopf behalten. Wenn möglich, versucht in NAF zu zahlen, denn das ist fast immer günstiger. Beim Bezahlen sollte man die Kreditkarte Bargeld vorziehen, denn auch hier ist der Kurs günstiger (Bargeld abheben ist nicht wirklich günstig). Wir haben das Glück und können unsere Bankkarte als Kreditgarte und als Maestro-Karte nutzen. So wählten wir wann immer es möglich war die Maestro-Zahlung und damit die Zahlung in Gulden. Nur wenn dies nicht möglich war (oder das Umrechnen für uns besser) haben wir Mastercard gewählt und somit in Dollar gezahlt.

Wenn ihr in den Norden der Insel unterwegs seid, habt immer genug Geld mit. An der Nordküste sind Geldautomaten sehr rar gesäht und ihr erspart euch viel Extrafahrerei bis zum nächsten Automaten.

Hauptstadt Willemstad
Willemstad ist die Hauptstadt Curaçaos, hier leben ca. 80% der rund 150.000 Einwohner der Insel. Willemstad besteht aus den 4 Stadtteilen Punda (deutsch: der Punkt – vom niederländischen „de punt“) und Otrabanda (deutsch: die andere Seite), Scharloo und Pietermaai. Überall findet man historische Kolonialgebäude, teils zerfallen und unbewohnt, teils bereits restauriert und wieder belebt. Sehr berühmt ist hier auch die bunte Häuserfront am Hafen, inzwischen nicht nur auf der Seite von Punda zu sehen sondern auch in Otrabanda. Verbunden werden beide Stadtteile durch die Pondonbrücke „Queen Wilhelmina“. Seit 1997 zählt das historische Zentrum von Willemstad zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Mit etwas Glück kann man hier auch das Anlegen eines großen Kreuzfahrtschiffes miterleben. Wir durften am Mittwoch dieses Spektakel miterleben. 🙂

Internet
Wichtigste Frage immer für den Urlaubsort und die Berichterstattung an alle Daheimgebliebenen – wie ist das mit telefonieren und Internet? 😀

Hier wurden wir echt überrascht. Nachdem eine Freundin einige Zeit vor uns im Urlaub in der Dominikanischen Republik war und sehr große Probleme hatte überhaupt ins WLAN im Hotel zu kommen, hatten wir so gut wie keine Probleme. Im Hotel, am Pool, im Bungalow, am Stand, in Restaurants und sogar in sehr vielen Ausflugszielen und in Willemstad gibt es kostenfreies Internet. Nicht immer ist die Geschwindigkeit sehr hoch, doch für einfaches surfen auf Facebook und mal etwas Googlen reichte es vollkommen aus. So leicht wie man hier unterwegs ohne eigene Mobilflatrate surfen konnte, kennen wir nichtmal aus Deutschland!

Jan Thiel Bay
Unser Resort lag an diesem Stand, hier hatten wir kostenfreien Zugang, es gibt diverse Restaurants und seit letzem Jahr auch eine Shopping Plaza mit Autovermietung, einigen Läden und einem Casino. Der Beachclub läd zum ganztägigem verweilen ein, kleiner Tipp: Hebt den Beleg vom Tageseintritt bzw. den Liegen auf, dann könnt ihr zwischendurch auch außerhalb des Beachclubs Essen gehen.

Jacken
…haben wir in Deutschland beim Abflug noch getragen, da morgends um 5 Uhr gewesen. Nach dem Einsteigen ins Flugzeug lagen sie aber im Handbepäck und blieben auch bis zur Ankunft 14 Tage später daheim genau dort! 😀

Klein Curaçao
Wer Curaçao besucht, sollte auch Klein Curaçao besuchen. Den Ausflug kann man eigentlich bei jedem Anbieter buchen, der Preis liegt immer bei ca. 105-110$. Wir haben die Catamaran-Tour mit Bounty-Adventure gewählt, da die Rückfahrt gesegelt wird und das ein tolles Highlight ist. Weiterer Anbieter ist z.b. Mermaid. Mit etwas mehr „Kleingeld“ kann man auch per Helikopter die knapp 25km überwinden.

Kriminalität
Wann immer man irgendwohin in Urlaub fährt, stellt sich auch die Frage nach der Kriminalität. Doch hier können wir eindeutig beruhigen. Sie ist nicht höher als wie bei uns. Wir sind sehr gut damit gefahren genauso wie daheim zu verfahren – nichts wertvolles offen im Auto liegen lassen, nicht unnötig mit Geld oder Kreditkarten rumfuchteln, nicht nachts durch unbeleuchtete dunkle Gassen schlendern, nicht mit unbekannten finster ausschauenden Personen mitgehen. 🙂

Leguane und Eidechsen
Überall auf der Insel begegnet man den kleineren Eidechsen und etwas größeren Leguanen (sog. Iguanas). An der Handelskate in Willemstad kann man gegen Geld sogar Fotos mit dressierten Leguanen auf dem Arm machen. Uns reichten die Fotos mit Tieren in natürlicher Umgebung und auf freiwilliger Basis. Denn die gräulichen Weibchen und oftmals smaragdgrün schimmernden Tiere kommen von allein in die Umgebung von Menschen. Egal ob ab Pool, im Gebüsch neben den Bungalows oder auf Klein Curaçao im Schutz der schattenspendenden Palmenschirme – überall konnte man die Tiere beobachten und somit auch Fotografieren.

Leitungswasser
Die Frage nach der Wasserqualität stellt man sich wohl immer außerhalb der heimischen Region. Kann man das Wasser aus dem Hahn zum kochen und trinken verwenden oder ist abgefülltes Mineralwasser die sichere Alternative? Wir haben die Erfahrung gemacht, dass das Wasser ganz gut nutzbar ist. Wir hatten keine Probleme beim kochen oder Kaffee trinken. Lediglich unterwegs haben wir bequemerweise Wasser in gekühlten Flaschen gekauft. Ungekühltes Wasser war quasi immer für Heiße Zitrone oder Tee geeignet. 😀

Das Wasser wird nicht etwa durch Rohre auf dem Meeresboden auf die Insel gebracht, vielmehr gibt es die K A E Seewasser-Entsalzungsanlage, die täglich 50.000 Liter Meereswasser zu Trinkwasser aufbereitet.

Märkte
Unbedingt gesehen haben sollte man den Schwimmenden Markt (auch floating market genannt) in Willemstad. Hier bieten Händler aus Venezuela täglich ihre Produkte an. Sie reichen von Fisch und Fleisch über Obst und Gemüse bis hin zu den typischen Touristensouveniers. Am Markt führt eine Straße entlang, die im Schritttempo (oder noch langsamer) befahren wird. Ein Kauf direkt aus dem Autofenster heraus ist daher möglich, empfehlenswert ist es aber eher, zu Fuß entlang zu schlendern und einzukaufen.
Auch der Markthalle direkt nebenan (gegenüber der Post) sollte man einen Besuch abstatten. Vielleicht nicht unbedingt zur Mittagszeit wenn Einheimische und Arbeiter hier zum Mittagessen einfallen. ;O)

Mietwagen
Unbedingtes Muss ist ein Mietwagen auf der Insel! Es gibt zwar auch Taxi und Bus, aber will man kein Vermögen ausgeben oder überall hin kommen, ist das Auto besser. Zudem ist das Tanken sehr günstig. Unser Mietwagen war für 15 $ vollgetankt und wir sind über 600km damit gefahren (Kia Picanto). Gebucht und gezahlt hatten wir unser Auto bereits von Deutschland aus bei sunnyCars. Auch das Navigationssystem haben wir mit reserviert (und vorort noch bezahlt). Für 9 Tage haben wir 329€ gezahlt inkl. Freikilometern, Vollkasko ohne SB, Diebstahlschutz und allen Steuern. Es gibt sicherlich günstigere Anbieter, doch uns war eine funktionierende Klimaanlage und ein sicheres Auto wichtig. Auf den Straßen (und auch bereits im Hotelresort) sind uns auch diverse andere begegnet, die in Deutschland keine Zulassung mehr bekommen hätten. Fahrzeuge mit Ölverlust sind scheinbar standard hier auf der Insel, sieht man die ganzen Ölflecken auf den Parkplätzen an. 😀

Nordküste
Hier muss man unbedingt gewesen sein, denn sie ist das komplette Gegenteil zur (Badestand-)Ostküste. Viele vulkanische und sehr rauhe Felsen (z.b. im Shete Boka Nationalpark) an denen sich die Meeresbrandung bricht. Die Küste ist bei Tauchern sehr beliebt, daher gibt es auch viele Taucherunterkünfte an dieser Seite.

Otrobanda
oder auch Otrabanda – ist ein Stadtteil von Willemstad. Otrabanda zählt zu den ärmeren Vierteln, ist jedoch reich an musikalischer Tradition. Die Häuser zur Hafenseite hin sind inzwischen fast ebenso bunt anzusehen wie die berühmte Häuserfront in Punda.

Punda
ist ebenfalls Stadtteil von Willemstad und liegt gegenüber von Otrobanda. Bekannt ist der Stadtteil durch seine bunten Häuser an der Handelskade. Gemeinsam mit Otrobanda bildet Punda das historische Stadtzentrum von Willemstad. Die beiden Stadtteile werden durch den Wasserarm „St. Annabaai“ getrennt, der das Binnenmeer Schottegat mit dem offenen Meer verbindet. Autos können die Stadtteile über die Königin-Juliana-Brücke erreichen, für Fussgänger gibt es die Könnigin-Emma-Brücke (Pondonbrücke) um über das Wasser zu gelangen.

Papiamento
Ist die offizielle Amtssprache auf Curaçao. Die Kreolsprache enthält auch spanische, portugisische, englische und natürlich auch holländische Elemente. Gut verständigen kann man sich demzufolge auch auf Holländisch, weit verbreitet ist sogar Deutsch (durch die Holländer) und auch Englisch hilft.

Queen-Emma Brücke & Queen-Juliana-Brücke
Beide Brücken verbinden Punda und Otrabanda, das historische Stadtzentrum von Willemstad. Während man über die Queen-Juliana-Brücke nur im motorisierten Fahrzeug fahren darf, ist die Queen-Emma-Brücke für Fussgänger, Radfahrer und ähnlich schnelle Gefährte gedacht. Das Besondere ist die Bauweise beider Brücken. Während die Autobrücke mit ihren knapp über 56m Höhe das Durchfahren von großen Tankern und Kreuzfahrtschiffen zulässt, wurde die Queen-Emma-Brücke in besonderer Bauweise erbaut. Sie ist eine sogenannte Pondon-Brücke, ist nicht fest mit den Ufern verbunden sondern liegt auf schwimmenden Pondons und kann so bei Bedarf einfach zur Seite gefahren werden. Sollte man auf der Brücke stehen und die Klingel ertönt, sollte man die Fahne am Bootshaus im Blick haben. Bei der orangen Fahne wird die Brücke für ca. 15 Minuten teilweise aufgeklappt, bei schwarz oder blau jedoch kann das über eine Stunde dauern. Guter Tipp für Touristen ist immer, rennen die Einheimischen, dann fix mitrennen wenn man nicht auf der Brücke festsitzen möchte. 😀

Bei geöffneter Brücke kann man übrigens per kostenloser Fähre auf die andere Seite gelangen.

Unbedingt empfehlenswert ist auch das überqueren einmal bei Nacht (Dunkelheit) zu machen. Die Brücke wird dann ebenso wie dei beiden Hafenfronten beleuchtet.

Reisezeit
Eine spezielle „beste“ Reisezeit gibt es in Curaçao nicht. Es herrschen ganzjährig angenehme Temperaturen von 27-32 Grad. Das Wasser ist immer ca. 25-28 Grad warm. Ebenfalls ganzjährig ist ein leichter Wind zu spüren (daher auch der Name „Insel unter den Winden“). Die heißesten Monate sind Juli und August. Eine Regenzeit wie im Urwald gibt es hier zwar nicht, jedoch sind von Oktober bis Februar eher mit kurzen Regenschauern zu rechnen als im restlichen Jahr. 2015 ist die „Regenzeit“ jedoch fast gänzlich ausgefallen, so dass man das auch an der kargen Vegetation erkennen kann. Interessant für uns wäre es wohl auch mal im März-April auf die Insel zu reisen um zu sehen wie es nach dem Regen aussehen kann.

Während unserer Reise Anfang September haben wir zusammengerechnet wohl gerade einmal 10 Minuten Regen miterlebt. 5 Minuten davon als wir morgends auf dem Weg nach Klein Curaçao waren, die restlichen als „Streifenwetter“ als wir unterwegs von Willemstad an die Nordküste waren.

Auch Tropenstürme gibt es auf den Niederländischen Antillen nicht, so dass man eine Hurrikanzeit meiden müsste. 🙂

Reiseberichte
Damit nicht alle Artikel zu unserem Karibikurlaub Dimensionen wie dieser Beitrag annehmen, werden wir sie etwas splitten und hier verlinken.

  • Reisevorbereitungen
  • Unser Reisedomizil an der Jan Thiel Bay
  • Willemstadt
  • Kreuzfahrtschiffe
  • Inseltour

Strände
Es gibt unzählige Strände, genauer gesagt über 50. An vielen kann man baden, doch sollte man Badeschuhe tragen. Die Eingänge führen oftmals über Steine und sind an den Füßen etwas unangenehm. So unterschiedlich das persönliche Empfinden ist, so unterschiedlich sind auch die Strände der Insel. Es gibt die Beachclubs, wo alles künstlich begradigt ist, die Meeresbrandung so kaum bemerkbar ist und die daher auch wunderbar für Familien mit kleinen Kindern geeignet sind. Zudem sind auch sanitäre Einrichtungen und schattige Plätze mit Liegen verfügbar. Man sollte immer etwas Bargeld (NAF) dabei haben, kann aber in den Beachclubs meist mit Karte zahlen. Eigenes Essen und Getränke sind hier nicht erlaubt!

Dann gibt es die öffentlichen Strände, Große und Kleine Knip, CasAbao um nur mal einige zu nennen. auch hier gibt es teilweise schon WCs, schattige Plätze und Liegen (gegen Gebühr). Eintritt kosten sie dafür nicht oder nur wenig. Viele Einheimische sind auch hier zu finden was uns sehr gefallen hat.

Und dann gibt es noch inoffizielle Strände. Sie sind meist nur mit steinigem Eingang, es gibt keine WC oder Kiosks und auch keine Sonnenliegen. Abends und am Wochenende können sie sehr voll sein, da sie keinen Eintritt kosten. Die meisten Hotels haben ihre eigenen Strände, auch Restaurants können welche haben so wie der Paradise Beach. In direkter Nachbarschaft zum Hilton Hotel befindet sich das Restaurant mit Standzugang. Bis zum Nachmittag zahlt man hier Eintritt inkl. Liegen, kann dafür die Einrichtungen des Lokals mitnutzen. Abends fällt der Eintritt weg und man kann den Abend am Wasser ausklingen lassen.

Da wir selbst keine Taucher sind, haben wir die Taucherstrände an der Nordküste nicht besucht. Hier ist ein Schwimmen zwar theoretisch auch möglich, doch durch die felsigen Untergründe und schnelle Tiefe eignen sie sich eher zum schnorcheln und tauchen.

Supermärkte
Da die Hotels auf der Insel eher selten HP oder gar VP anbieten (oder das extrem ins Geld geht) verpflegen sich die meisten Urlauber selbst. Das ist problemlos möglich, denn es gibt viele Supermärkte und kleinere Lebensmittelgeschäfte. Bei uns im Jan Thiel Bay gab es z.b. einen Albert Heijn, der in etwa deutsches Preisniveau hatte. Günstiger wird es in den großen Supermärkten wie Centrum Supermarkt (Einheimische&Touris), Esperamos (Markt der Einheimischen) oder Goisco (ähnlich Metro).

Wer plant Blue Curacao als Souvenir mitzunehmen, sollte in den Supermärkten die Augen offen halten, hier ist er deutlich günstiger als in den Touristenshops.

Schnorcheln & Tauchen
Curaçao gilt als Mekka für Taucher und Schnorchler. Mit über 40 Tauchgebieten und 65 Tauchplätzen ist genügend Auswahl für jeden da. Auch wer bisher noch nicht taucht, kann erste Taucherfahrungen auf der Insel sammeln. Zahlreiche Tauchstationen bieten Einsteigerkurse an. Einer der schönsten Tauchspots ist das „Alice im Wunderland“-Riff in Westpunt an der Playa Kalki mit seiner vollständig intakten Unterwasserwelt, Fischen und Schildkröten.

Schnorcheln kann man übrigens an jedem Stand, auch Badeschuhe sind wegen der oft steinigen Eingänge sehr empfehlenswert.

Tanken
Wer im Mietwagen die Insel erkundet, ist auf Tankstellen angewiesen. Im Gegensatz zu Deutschland muss man nicht die Preise an den verschiedenen Tankstellen vergleichen – es gilt ein staatlich festgelegter Einheitspreis! Auch das Tanken läuft etwas anders ab als wir es kennen. Man Fährt an die Zapfsäule, geht dann zum Kassierhäuschen und bezahlt was man tanken möchte entweder per Bargeld direkt oder hinterlegt die Kreditkarte. Jetzt wird die Zapfsäule freigeschalten und man kann tanken. Im Anschluss kann man Restgeld und Quittung bzw. Kreditkarte wieder beim Kassierer abholen.

Bei unserer Reise lag der Preis für 1 Liter Normalbenzin ca. bei 1,05$. Leider lies sich kein Flugzeugtank vom Rückflug für eine Füllung ausborgen. 😀

Unterkünfte
Bei unserer Reise hatten wir ein (Reihen-)Bungalow mit Terrasse zur Alleinnutzung und 2 Räumen im Livingstone Resort am Jan Thiel Beach gemietet. Es gibt selbstverständlich auch einfache Hotelzimmer oder große Villen zur Anmietung, ganz wie man es mag. Für Taucher empfielt sich eine Unterkunft in der Nähe der Tauchstrände, wer gern Party macht sollte in der Nähe des Mambo Beach ein Hotel mieten.

Preislich kann man allerdings bei der Buchung schon große Unterschiede erleben, denn der ein oder andere hat sicherlich schon gehört, dass wir nicht in Deutschland gebucht hatten, sondern in den Niederlanden! Da für die Niederländer die Niederländischen Antillen quasi als „niederländisches Mallorca“ gelten, sind die Preise hier ähnlich viel weiter unten angesiedelt als bei uns. Bei unserer Reise z.b. haben wir für 15 Tage inkl. Flug etwa 60% weniger gezahlt als bei einer Buchung in Deutschland. Zudem ging unsere Reise ab Düsseldorf los – bei deutscher Buchung wäre sie ab Amsterdam gestartet. Die Air Berlin-Flüge wären nur nach expliziter Nachfrage und deutlichem Aufpreis (fast 800 € je Person) möglich gewesen! In vielen Städten im Grenzgebiet sprechen die Mitarbeiter in den Reisebüros jedoch soweit Deutsch zum verständigen oder sonst ja auch Englisch, so dass die Reisebuchung für uns gar kein Problem war. Ähnlich verhält es sich übrigens auch bei Reisen auf die Französischen Antillen.

Wem Hotels, Villen oder Bungalows zu unpersönlich sind, es gibt selbstverständlich auch kleine Appartments (z.b. bei den Taucherspots) und AirBnB-Unterkünfte. Lediglich mit einer Übernachtung im Zelt wird es schwierig, denn das ist in der Karibik unüblich.

Vögel
Es gibt eine sehr breite Vogelwelt auf der Insel. Neben den Flamingos, Sträußen und Papageien flogen bereits rund um unseren Bungalow Nacktaugentauben (bräunliche Vögel um deren Augen sich „Ringe“ befinden), Baltimoretrupial (schwarz-gelbe Singvögel) und Sittiche. Auf unserer Inseltour konnten wir auch Grünreiher und Kolibris sehen. Leider waren sie zu schnell für ein Foto. Für unseren nächsten Urlaub haben wir uns den Christoffelpark aufgehoben, denn hier kann man besonders viele Tiere beobachten.

Zeitverschiebung
In Curaçao gilt die GMT -4, während in Deutschland also die Sommerzeit gilt, muss man für Curaçao -6 Std. rechnen.

Bei unserem Hinflug konnten wir dadurch den ersten Urlaubstag noch gut genießen (ab Deutschland gegen 9 Uhr morgends + 10 Std. Flug wäre ja sonst bereits 19 Uhr abends nach deutscher Zeit gewesen, so war es aber gerade erst kurz nach 13 Uhr). Und auch beim Rückflug hatten wir das gut getimed, denn der ging um kurz nach 15 Uhr los und landete morgens kurz vor 7 wieder in Deutschland. Wer Probleme mit der Eingewöhnung bzw. hinterher der Rückgewöhnung bei großen Zeitverschiebungen hat, sollte also auch bei der Reisebuchung schon auf die Abflugzeiten achten.

 

 

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